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IKK classic
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Apotheker gehen bei Hilfsmitteln in die Offensive

In wenigen Tagen dürfen Apotheken keine Hilfsmittel mehr an IKK-classic-Versicherte abgeben. Kasse und DAV liegen bei den Kosten über Kreuz, der Versorgungsvertrag endet. Nun gehen Apothekerverbände in die Offensive und fordern Versicherte auf, die Kasse zum Einlenken zu bewegen. Der Fall zeige, wie dringend Reformen nötig seien, heißt es aus Westfalen-Lippe
AutorKontaktCornelia Dölger
Datum 26.06.2025  16:00 Uhr

Fall soll nicht Schule machen

Im schlimmsten Fall könne das Beispiel IKK classic Schule machen, warnte Rochell, zumal in der Vergangenheit schon eine andere Kasse ähnlich wie jetzt die IKK agiert hatte. »Wir müssen befürchten, dass weitere Krankenkassen diesen sehr schlechten Beispielen im Bereich der Hilfsmittelversorgung folgen und auf diese Weise versuchen werden, Kosten zu drücken – und zwar zu Lasten der eigenen Versicherten und deren Apotheken.«

Auch der AVWL bittet daher die Patientinnen und Patienten, »uns zu unterstützen und Ihre Krankenkasse aufzufordern, wieder faire Bedingungen zu schaffen«. Rochell betonte: »Wir hoffen sehr, dass die Krankenkasse einlenkt und die Politik der Selbstverwaltung neue Leitplanken setzt.«

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