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PZ Nachgefragt

Apotheke und Familie – das geht!

Wie läuft das Existenzgründungsgeschäft unter wirtschaftlich schwierigen Rahmenbedingungen? Nicole Wortmann, die Leiterin des Bereichs Gesundheitsmarkt bei der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (Apobank), sprach im Podcast PZ Nachgefragt darüber, warum sie gerade auch jungen Apothekerinnen rät, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen.
AutorAlexander Müller
Datum 14.11.2025  11:55 Uhr

Die Zahl der Apotheken geht weiter zurück, auch Apobank-Kunden schließen Filialen, weil sie nicht mehr wirtschaftlich sind und viele Apothekerinnen und Apotheker finden keinen Nachfolger mehr. Ein Trend ist laut Wortmann, dass die neue Generation häufig lieber angestellt sein will und keine Apotheke mehr führen will.

Aber die Erfahrung im Existenzgründungsgeschäft der Apobank zeigen, dass es oft gut geht mit der Selbstständigkeit, gerade auch für junge Approbierte, die parallel eine Familie gründen. Denn als Chefin könne man auch alles selbst organisieren. »Daher würde ich die weiblichen Apothekerinnen ermutigen, das zu tun.« Familie und eigene Apotheke – das geht, so die klare Botschaft der Apobank.

Natürlich verschließt man auch bei der Apobank nicht die Augen davor, dass die nun zunächst verschobene Honorarerhöhung eine ganz große Enttäuschung hinterlassen hat. Und das verschärfe die wirtschaftliche Situation sicherlich weiter, so Wortmann. Andererseits habe man ein »kreatives Klientel«, das auch in den vergangenen Jahren immer wieder Wege gefunden habe, auch ohne Honorarerhöhung.

Die Übernahmepreise von Apotheken steigen – aus verschiedenen Gründen. Zum einen sind die Apotheken, die nicht vom Markt gehen, laut Wortmann oft wirtschaftlich interessant. Aber auch die teureren Warenlager aufgrund des steigenden Hochpreiseranteils schlagen zu Buche.

73 Prozent macht die Versandkonkurrenz  Sorgen

Der Durchschnittswert ist auch deshalb etwas verzerrt, weil die kleinen Apotheken eher nicht übernommen werden. Eine weitere Beobachtung ist, dass die Schere auseinander geht: 20 Prozent der Apotheken kosteten laut Auswertung der Apobank mehr als 600.000 Euro, 10 Prozent der Existenzgründer zahlten unter 50.000 Euro.

Was vielen Kunden Sorge mache, sei neben der ausbleibenden Honorarerhöhung der Wettbewerb mit dem Versandhandel. Hier müssten die Apotheken noch aktiver werden und selbst digitale Angebote machen, rät Wortmann.

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