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Flut in Mosambik
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AoG startet Nothilfeeinsatz

Kommenden Montag schickt die Hilfsorganisation Apotheker ohne Grenzen ein erstes Team nach Mosambik, um die lokalen Gesundheitsstrukturen zu entlasten. Das afrikanische Land erlebt derzeit heftige Überschwemmungen.
AutorKontaktPZ
Datum 13.02.2026  13:00 Uhr

Bereits seit dem Jahreswechsel erlebt Mosambik eine der schwersten Überschwemmungskatastrophen der letzten Jahrzehnte. Internationale Hilfsorganisationen wie Unicef sind bereits im Einsatz. Nun macht sich auch ein pharmazeutisches Team von Apotheker ohne Grenzen (AoG) Deutschland auf den Weg. Am Montag soll es los gehen. Mit dabei ist Vorstandsmitglied Petra Isenhuth. »Gerade nach Überschwemmungen ist schnelle, gezielte Unterstützung entscheidend, um Cholera-Ausbrüche zu verhindern und Gesundheitspersonal zu schützen«, so die Apothekerin.

»Extreme Regenfälle haben wochenlang ganze Landstriche überflutet«, schildert AoG die Lage. Mehr als 700.000 Menschen seien von der Flut betroffen. »Sie haben ihr Zuhause verloren oder kämpfen um ihre Gesundheit, denn zahlreiche Gesundheitszentren sind beschädigt oder nicht erreichbar. Sauberes Trinkwasser ist knapp – das Risiko für Cholera und andere Infektionskrankheiten steigt täglich.«

Aktuelle Zielregion ist die Provinz Tete im Osten des Landes. Diese Provinz zählt zwar nicht zum Hauptflut-Gebiet (Gaza, Sofala, Maputo). »Unsere Kompetenzen als pharmazeutische Hilfsorganisation sind in der aktuellen Lage in Tete von größerem Nutzen für die von der Katastrophe betroffenen Menschen, da hier derzeit die Zahl der Cholera-Fälle steigt«, betont die Hilfsorganisation.

Im ersten Schritt will das Assessment-Team ausgewählte Gesundheitszentren besuchen, um die Lage zu prüfen. Mögliche erste Maßnahmen umfassen laut AoG

  • Aufbau eines oralen Rehydratationsspunktes (ORP) zur Behandlung von Patientinnen und Patienten mit akutem Flüssigkeitsverlust
  • Evaluierung und Beratung zu Infektionspräventions- und -kontrollmaßnahmen zum Schutz von Patienten und Gesundheitspersonal (IPC-Assessment: Infection Prevention & Control)
  • Bereitstellung von persönlicher Schutzausrüstung, wo diese dringend fehlt, und Schulungen des lokalen Gesundheitspersonals
  • Verbesserung von Wasser-, Sanitär- und Hygienestandards (WASH) über einen lokalen Partner des Arbeiter Samariter-Bundes (ASB)

Zudem prüft AoG den akuten Bedarf an Medikamenten und will, wo nötig und möglich, gezielt Arzneimittel bereitstellen. Dazu bittet der Verein um Spenden.

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