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Türkei und Syrien
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Angst vor Cholera und anderen Seuchen im Erdbeben-Gebiet

Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC warnt davor, dass sich Infektionskrankheiten infolge der schweren Erdbeben in der Türkei und in Syrien ausbreiten könnten. Die Cholera stellt bereits jetzt in Nordwest-Syrien ein Problem dar.
AutorKontaktdpa
Datum 20.02.2023  17:15 Uhr

Große Camps erhöhen das Risiko

Ein weiterer Risikofaktor für Seuchen sind große Menschenansammlungen. In Camps, in denen vor Gewalt und Bomben Vertriebene vor allem in Syrien schon vor den Beben unter schlimmen Bedingungen gelebt haben, suchen nun auch noch die vielen neuen Obdachlosen Zuflucht. «Die Ressourcen an diesen Orten reichen bei weitem nicht aus, um dem Bedarf der Menschen an Trinkwasser, Hygieneartikeln und anderen Gütern der Grundversorgung gerecht zu werden», warnt Parvanta. Auch fehlende Impfungen können hier zum Problem werden und etwa die Ausbreitung der Masern begünstigen.

Die Situation in der Türkei und Syrien erinnere ihn an die Lage in Haiti nach dem Erdbeben 2010, sagt Thomas Geiner, erdbebenerfahrener Mediziner und Teil des Teams der Katastrophenhelfer vom Verein Navis, mit dem auch Apotheker ohne Grenzen zusammen arbeitet. Damals starben mehr als 200.000 Menschen in Folge des Bebens und dann noch einmal Tausende an Cholera.

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