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Zeckenstich
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An diesen Warnzeichen erkennt man Borreliose

Zecken können Krankheitserreger im Körper hinterlassen, zum Beispiel Borrelien. Wie man einer Infektion auf die Spur kommt und welche Rolle ein Zwei-Euro-Stück dabei spielt.
AutorKontaktdpa
AutorKontaktPZ
Datum 23.05.2025  15:00 Uhr

Was sind typische Anzeichen für eine Borreliose?

Oft bleibt eine Borreliose unbemerkt. Treten Beschwerden auf, können sie sich sehr unterschiedlich bemerkbar machen. »Betroffen ist häufig die Haut«, sagt Kristina Huber. Symptome einer Borreliose können sich aber auch am Nervensystem, an den Gelenken und am Herz zeigen.

  • Haut: »Hier kann es zu einem roten Fleck in der Größe eines Zwei-Euro-Stücks kommen«, sagt Frank Erbguth. Die Rede ist von der sogenannten Wanderröte, die sich drei bis 30 Tage nach dem Zeckenstich rund um die Einstichstelle entwickelt. »Wird diese Rötung größer als ein Zwei-Euro-Stück, sollte man unbedingt ärztlichen Rat einholen«, so der Mediziner. Vor allem bei Kindern können in seltenen Fällen knötchenartige oder blaurote Schwellungen der Haut auftreten. Mitunter kann sich die Haut chronisch entzünden. Dazu kommt es aber nur in Einzelfällen.
  • Gelenke: Hier kommt es zu Gelenkentzündungen, der sogenannten Lyme-Arthritis. Betroffen sind oft Kniegelenke, daneben auch Sprung- oder Ellenbogengelenke. Die Entzündungen sind wiederkehrend und verlaufen zumeist schubweise.
  • Nervensystem: Eine Neuroborreliose liegt vor, wenn Borrelien das Nervensystem befallen. Die Beschwerden setzen wenige Wochen bis Monate nach dem Zeckenstich ein. »Dabei kommt es zu brennenden Nervenschmerzen«, sagt Frank Erbguth. Es kann zu Lähmungen der angeschlossenen Muskeln oder zu einem Kribbeln und Taubheitsgefühlen in betroffenen Körperbereichen kommen. Auch ein- oder beidseitige Gesichtslähmungen sind möglich. Bei Kindern kann eine Neuroborreliose eine nichteitrige Hirnhautentzündung auslösen. Dazu können starke Kopfschmerzen und plötzliche Gesichtslähmungen kommen.
  • Herz: In wenigen Fällen kann im Verlauf der Borreliose auch das Herz in Mitleidenschaft gezogen sein. Möglich sind am Herz neben Entzündungen auch Rhythmusstörungen.

Bei Verdacht auf eine Borreliose ist es immer ratsam, rasch ärztliche Hilfe zu holen. »Anlaufstelle ist die Hausärztin oder der Hausarzt«, sagt Kristina Huber. Er oder sie wird Betroffene gegebenenfalls an einen Facharzt überweisen, etwa eine Dermatologin oder einen Neurologen. »Je früher eine diagnostizierte Borreliose mit Antibiotika behandelt wird, desto besser«, sagt Kristina Huber. So lassen sich schwere Krankheitsverläufe verhindern. In der Regel kommt es mit Antibiotika zu einer vollständigen Genesung.

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