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Vor allem Qualitätsmängel
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AMK-Meldungen auf Rekordhoch

Im Jahr 2025 gingen bei der Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) insgesamt 11.154 Verdachtsmeldungen zu Arzneimittelrisiken ein – so viele wie nie zuvor. Wird mehr gemeldet oder gibt es mehr Probleme?
AutorKontaktPZ
Datum 03.03.2026  11:00 Uhr

Genau 4978 öffentliche und Krankenhausapotheken meldeten im vergangenen Jahr an die AMK. Etwa zwei Drittel der 11.154 Spontanmeldungen bezogen sich auf Qualitätsprobleme, ein Drittel auf unerwünschte Arzneimittelwirkungen. 7 Prozent der Nebenwirkungsmeldungen zu Fertigarzneimitteln bezogen sich auf eine Arzneimittelsubstitution (aut idem/aut simile).

Die Anzahl an Medikationsfehlermeldungen stieg im Vergleich zum Vorjahr deutlich: von 348 auf 624. Allein 535 Meldungen betrafen (potenzielle) Anwendungsfehler beim Mounjaro® KwikPen®. Verdachtsmeldungen zu Arzneimittelmissbrauch waren dagegen leicht rückläufig (2024: 50; 2025: 41).

Bei den Verdachtsmeldungen zu Qualitätsmängeln ging es wie in den Vorjahren am häufigsten um Verpackungsfehler, gefolgt von mechanischen Defekten, galenischen Mängeln und Deklarationsmängeln.

Die AMK vermutet hinter dem neuen Gesamtrekord eine erhöhte Meldebereitschaft, nicht mehr Probleme mit Arzneimitteln, hieß es auf Nachfrage der Pharmazeutischen Zeitung. »Insgesamt nahm die Anzahl an Meldungen um 272 Fälle zu und auch die Zahl der meldenden Apotheken erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 21«, teilte die AMK mit.

Apotheken sorgen für mehr Sicherheit

»Apotheken vor Ort sorgen für mehr Sicherheit in der Arzneimitteltherapie und erhöhen so den Schutz der Patientinnen und Patienten«, betont Professor Dr. Martin Schulz, Vorsitzender der AMK, in einer Pressemitteilung der ABDA. »Wir bewerten und verarbeiten in der AMK die Meldungen der Apothekenteams und informieren wiederum selbst die Apotheken über relevante Risiken – seit mehr 50 Jahren.« 

Im Jahr 2025 kommunizierte die AMK insgesamt 263 Risikoinformationen; hierunter 23 Rote-Hand- und Informationsbriefe sowie mehr als 150 chargenbezogene Rückrufe und Überprüfungen, so die Statistik. »Diese Zahlen belegen eindrucksvoll: Apothekerinnen und Apotheker können Qualitätsfragen von Arzneimitteln beurteilen, mögliche Anwendungsfehler identifizieren und zur Verträglichkeit der Arzneimitteltherapie beraten«, so Dr. Armin Hoffmann, Präsident der Bundesapothekerkammer und Mitglied der AMK. »Das ist eine zentrale Aufgabe der Apotheken vor Ort. Ohne Apotheken geht es nicht in der Arzneimittelversorgung.«

Die AMK bedankt sich für das Engagement der Apothekerinnen und Apotheker und bittet darum, Verdachtsfälle von Nebenwirkungen und Qualitätsmängeln von Arzneimitteln vorzugsweise online unter www.arzneimittelkommission.de zu melden.

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