| Carolin Lang |
| 19.01.2024 09:00 Uhr |
Die Lactoseintoleranz beruhe jedoch auf einer natürlichen Reduktion der Expression der Lactase ab der Pubertät, erklärte Wöhrl und stellte klar: »Es gibt keine lactoseintoleranten Kinder.« Es mache keinen Sinn, als erwachsenes Säugetier Lactase zu exprimieren, eine Lactoseintoleranz sei also der Normalzustand. Wer als erwachsene Person Lactose verdauen könne, habe eine Mutation (Lactase-Persistenz). »Das heißt: Die Toleranten sind die Mutanten, die Intoleranten sind die Normalen.« Jeder Lactoseintolerante habe jedoch eine Restaktivität.
Somit bestehe das Management – wie grundsätzlich bei Intoleranzen – in der Reduktion des Auslösers. Eine komplette Vermeidung sei nicht angezeigt. Bei der Allergie gelte: Vermeidung beziehungsweise Einführung von potenten Nahrungsmittelallergenen in den ersten Lebensjahren, um die Toleranzentwicklung zu fördern.