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Reaktion auf Werbespot
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Aliud reagiert auf verunglückten Werbespot

Stada hat auf die Kritik an einem Werbespot der Tochterfirma Aliud reagiert. Der Clip, der am Wochenende hohe Wellen geschlagen hatte, sei nicht als Abwertung gegenüber den Apotheken zu verstehen, versicherte eine Stada-Sprecherin der PZ.
AutorAlexander Müller
Datum 02.03.2026  15:30 Uhr

Aliud hatte in den sozialen Medien sein Nasenspray beworben, in dem der Protagonist sagt: »Hey Leute, wenn ich jedes Mal zur Apotheke rennen müsste, nur weil meine Familie und ich mal wieder einen Schnupfen haben, dann würde ich ja verrückt werden. Oder arm.« Man könne sich aber auch zum kleinen Preis mit dem kompletten Sortiment eindecken, so der Tipp. Verlinkt war der Versandriese Amazon.

Der Spot habe »bei einigen Apothekern für Irritation gesorgt«, fasst die Stada-Sprecherin die zahlreichen, teils wütenden Kommentare unter dem Beitrag zusammen. Das nehme man »sehr ernst«.

»Leider kann bei einem von insgesamt 12 Spots der falsche Eindruck entstehen, dass der Online-Handel eine bevorzugte Rolle spielen könnte. Hier ist uns bei der Umsetzung ein Fehler unterlaufen, weshalb diese Inhalte sofort offline genommen wurden«, heißt es in der Stellungnahme. Denn auch die Online-Kommunikation diene in erster Linie der Steigerung der Markenbekanntheit und der Nachfrage – »und zwar vor allem in der Vor-Ort-Apotheke«.

Keine absichtliche Abwertung

Das Statement des Herstellers enthält auch eine Entschuldigung – allerdings eine, die mehr die Wirkung als das Handeln adressiert: »Zu keinem Zeitpunkt war es unsere Absicht, die Rolle der öffentlichen Apotheke infrage zu stellen oder abzuwerten. Sollte durch die gewählte Darstellung ein anderer Eindruck entstanden sein, bedauern wir dies ausdrücklich.«

Die Apotheke vor Ort bleibe »der zentrale Partner« in der Versorgung der Patientinnen und Patienten. Auch Marketing und andere Aktivitäten basierten weiterhin maßgeblich auf der stationären Apotheke. Aliud will dort vertreten sein, wo die Kunden die Produkte nachfragen. »Das findet unverändert hauptsächlich in der Apotheke vor Ort statt, aber für OTC-Arznei- und Nahrungsergänzungsmittel natürlich auch über neue Vertriebskanäle wie Online-Apotheke und Amazon«, so die Sprecherin.

Der Hersteller sichert aber zu, seine internen Prüf- und Freigabeprozesse für zukünftige Kampagnen zu optimieren.

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