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Neue FSME-Leitlinie
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Aktiv impfen ab dem 1. Geburtstag

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) löst bei mehr als einem Drittel der Erkrankten dauerhafte neurologische Schäden aus. Daher wird die aktive Impfung allen Personen ab dem ersten Lebensjahr vor einem Aufenthalt in Risikogebieten empfohlen, heißt es in der neuen Leitlinie.
AutorKontaktBrigitte M. Gensthaler
Datum 24.02.2020  14:00 Uhr

Impfschutz regelmäßig auffrischen

Wer einmal eine FSME, nachgewiesen durch signifikant erhöhte IgG-Antikörper im Serum, durchgemacht hat, hat nach allen klinischen Erfahrungen eine lebenslange Immunität erworben, die nicht aufgefrischt werden muss. Allen anderen Personen, die in Risikogebieten leben oder sich dort aufhalten, empfehlen die Autoren der Leitlinie, sich gegen FSME aktiv impfen zu lassen. Dies gilt für Kleinkinder ab dem ersten Geburtstag.

Die komplette Grundimmunisierung schützt mindestens drei Jahre lang, dann ist die erste Boosterung erforderlich. Bei Menschen unter 50 Jahren könne der Impfschutz bis zu zehn Jahre anhalten, heißt es in der Leitlinie. Dennoch werden regelmäßige Auffrischimpfungen empfohlen. Die Impfung gegen FSME erhöhe nicht die Schubrate bei Patienten mit Multipler Sklerose, betonen die Autoren.

Kontraindikationen für die Impfung sind eine akute Erkrankung sowie eine anaphylaktische Reaktion auf eine frühere Impfung. Es gebe keine Erfahrungen zur Impfung von schwangeren Frauen.

 

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