23. März: Alle Apotheken sollen geschlossen sein |
Am 23. März ist es so weit: In ganz Deutschland sollen Apotheken schließen, um ein Zeichen für eine bessere Vergütung zu setzen. Außerdem sind große Kundgebungen in Berlin, Hannover, Düsseldorf und München geplant.
»Das ganze Land soll mitbekommen, in welchen wirtschaftlichen Schwierigkeiten die Apotheken vor Ort stecken«, erklärt Anke Rüdinger im Podcast. Auch die Politik soll den Frust der Apothekerschaft sehen. Daher führt der Protestzug in Berlin am Bundesgesundheitsministerium vorbei.
Die stellvertretende DAV-Vorsitzende betont, dass sich die Proteste nicht gegen Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) richten. »Ich glaube der Ministerin, dass sie die Erhöhung des Fixums auf 9,50 Euro wirklich umsetzen will. Aber sie agiert nicht im luftleeren Raum. Es gibt genügend Akteure, die das verhindern wollen. Daher ist es ganz wichtig, dass wir ein deutliches Zeichen setzen und zeigen, wie wichtig das für den Erhalt der Apotheken ist«, sagt Rüdinger.
Die Apothekerin hofft auf zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer. »Es ist wichtig, dass wir alle geschlossen hinter der Aktion stehen und dafür sorgen, dass das ein Erfolg wird«, so Rüdinger. »Wir haben jahrelang für eine Erhöhung des Fixums getrommelt. Jetzt stehen wir kurz davor und müssen noch mal alle gemeinsam sagen, dass das überfällig ist.«
Wie können die Proteste ein Erfolg werden? Wie reagiert die Politik und drohen Konsequenzen für die Schließung der Apotheken? Darüber spricht Anke Rüdinger in der neuen Folge »PZ Nachgefragt« mit PZ-Chefredakteur Alexander Müller. Hören Sie dazu den Podcast und abonnieren Sie den Kanal.