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Nordhalbkugel
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2023 der heißeste Sommer in 2000 Jahren

Der Sommer vergangenen Jahres war einer Studie zufolge in nördlichen Ländern der wärmste seit mehr als 2000 Jahren. Und die Krise setzt sich fort. 2050 werden erheblich mehr ältere Menschen extremer Hitze ausgesetzt sein.
AutorKontaktdpa
Datum 15.05.2024  11:30 Uhr

Mehr Tage über 37,5 Grad erwartet

Falchetta und Kollegen kombinierten die Prognosen für die Entwicklung der Altersstrukturen in verschiedenen Ländern mit den Erderwärmungstrends unterschiedlicher Konzentrationspfade von Treibhausgasen. Dazu verwendeten sie dieselben Szenarios und Klimamodelle wie der sechste Sachstandsbericht des Weltklimarates (IPCC) von 2021.

In der Studie sind insbesondere die Szenarien SSP2-4.5 und SSP5-8.5 dargestellt, wobei das erste Szenario für einen mäßigen Anstieg und das zweite Szenario für einen starken Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur stehen.

Für das Jahr 2020 ergaben die Klimamodelle einen durchschnittlichen Wert von jährlich 25 Tagen, an denen in Afrika die Tageshöchsttemperatur bei mehr als 37,5 Grad lag. Diese Zahl wird nach SSP2-4.5 bis zum Jahr 2050 auf 37 Tage steigen, nach SSP5-8.5 sogar auf 40 Tage. In Asien wird sich die Anzahl solcher heißen Tage von 15 auf 25 (SSP2-4.5) oder 28 (SSP5-8.5) erhöhen. Auf diesen beiden Kontinenten werden mit Abstand am meisten Menschen im Alter von 70 oder mehr Jahren von extremer Hitze betroffen sein.

In Europa werden die 37,5 Grad im Jahr 2050 durchschnittlich an drei (SSP2-4.5) bis vier Tagen (SSP5-8.5) überschritten, wie es in der Studie heißt.

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