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Rote-Hand-Brief: Selexipag und CYP2C8-Hemmer

 

Die gleichzeitige Anwendung des Lungenhochdruckmittels Selexipag (Uptravi®) mit starken CYP2C8-Inhibitoren ist ab sofort kontraindiziert. Darauf weist Hersteller Actelion jetzt in einem Rote-Hand-Brief hin. Ein typisches Beispiel für einen starken CYP2C8-Inhibitor ist der Lipidsenker Gemfibrozil. Die gleichzeitige Anwendung mit Selexipag erhöht die Exposition von ACT-33679, dem aktiven Metaboliten von Selexipag, um das 11-Fache, wie Studien mit gesunden männlichen Probanden gezeigt haben. Dementsprechend steigt das Risiko für Nebenwirkungen.

Wird Selexipag mit einem moderaten CYP2C8-Hemmer wie Clopidogrel, Teriflunomid oder Teriflunomid kombiniert, sollte die Selexipag-Dosis angepasst oder ein Absetzen des anderen Medikaments in Erwägung gezogen werden, heißt es im Rote-Hand-Brief. Der klinische Effekt dieser Konstellation sei bislang nicht untersucht worden.

Selexipag und sein aktiver Metabolit sind Prostacyclin-Rezeptoragonisten. ACT-33679 ist hauptverantwortlich für die Wirksamkeit. Zugelassen ist Uptravi für die Langzeitbehandlung von erwachsenen Patienten mit pulmonal arterieller Hypertonie (PAH) der WHO-Funktionsklassen II bis III. (dh)

 

Lesen Sie dazu auch

Wirkstoffprofil Selexipag|Uptravi®|17|2016 in unserer Datenbank Neue Arzneistoffe

Rote-Hand-Brief Selexipag (externer Link, PDF)

EMA gibt Entwarnung für Selexipag, Meldung vom 07.04.2017

 

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12.06.2017 l PZ

Foto: Actelion