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Risiko Nährstoffmangel: Warum Ältere bewusst essen sollten

 

Zum Tag der gesunden Ernährung am 7. März weisen Fachleute darauf hin, dass Ernährung ein wichtiger Baustein für das gesunde Altern ist. Gerade Senioren könnten Gefahr laufen, sich nicht ausreichend zu ernähren, sagt etwa Kristina Norman von der Berliner Charité. Bis zu 15 Prozent der gesunden, selbstständig lebenden älteren Menschen seien betroffen. «Ältere Menschen gehören schon zu den Risikogruppen für Mikronährstoffmangel.»

 

Beim Blick auf die Konzentration gewisser Nährstoffe gebe es häufig einen Mangel: oft bei der Folsäure oder bei den B-Vitaminen. Das Vitamin D ist demnach auch oft kritisch. Ältere Menschen gehen nicht mehr unbedingt mit nackter Haut an die Sonne und bilden somit weniger Vitamin D. Problematisch können auch die Werte für Zink sein, das bei der Neubildung von Zellen wichtig ist.

 

Warum ältere Menschen plötzlich nicht mehr richtig essen, kann den Experten zufolge viele Gründe haben: Etwa wenn der Partner gestorben ist und sich das Kochen scheinbar nicht mehr lohnt. Oder der Zahnersatz sitzt nicht richtig und tut mit jedem Bissen weh. Manchem ist die tägliche Schlepperei der Einkäufe zu mühsam, oder es schmeckt einfach nicht mehr. Mangelernährung im Alter wirke sich auch auf die Lebensqualität aus, wie Margret Morlo vom Verband für Ernährung und Diätetik sagt. «So lange aber alles irgendwie funktioniert, wird der Ernährungszustand älterer Menschen gar nicht infrage gestellt.»

 

Für Esther Schnur von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung kommt es im Alter unbedingt auf die Qualität der Nahrung an. Der Mensch benötige dann zwar weniger Kalorien. «Man braucht aber noch fast genauso viele Vitamine und Mineralstoffe. Im Grunde muss man sein Essen sehr bewusst auswählen», sagt Schnur. Man solle Lebensmittel mit wenig Kalorien und vielen Vitaminen und Mineralstoffen essen: Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, fettarme Milch und Milchprodukte, Fisch und mageres Fleisch.

 

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03.03.2017 l PZ/dpa

Foto: Fotolia/contrastwerkstatt