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USA: Brintellix wird Trintellix, sonst ändert sich nix

 

Die US-amerikanische Arzneimittelaufsicht FDA hat einen bemerkenswerten Schachzug unternommen, um die Verwechslungsgefahr zwischen zwei Arzneimitteln zu bannen. Zusammen mit dem Hersteller Takeda beschloss sie, den Handelsnamen des seit 2013 verfügbaren Antidepressivums Vortioxetin von Brintellix® in Trintellix® zu ändern. Dieser Schritt sei nötig geworden, weil es immer wieder zu Verwechslungen mit dem Blutverdünner Ticagrelor gekommen sei, der in den USA als Brilinta® vermarktet wird, informiert die FDA.

 

Arzneimittel mit ähnlichem Namen werden auch als Sound-Alikes bezeichnet. Sie stellen ähnlich wie Look-Alikes (Präparate mit ähnlichem Aussehen) eine Gefahr für die Arzneimitteltherapiesicherheit dar. Dass eine Aufsichtsbehörde dieses Problem durch Umbenennen eines Präparats angeht, ist jedoch ungewöhnlich. Die FDA hatte bereits 2015 vor häufigen Verwechslungen von Brintellix und Brilinta gewarnt, doch die Berichte über Falschverordnungen beziehungsweise -abgaben rissen nicht ab. «Heilberufler sollten sorgfältig prüfen, um sicherzugehen, dass sie das richtige Medikament verordnet beziehungsweise abgegeben haben», empfiehlt die FDA. Ein Rat, den Ärzte und Apotheker eigentlich generell beherzigen sollten. (am)

 

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Wirkstoffprofil Vortioxetin|Brintellix®|71|2015 in unserer Datenbank Neue Arzneistoffe

 

03.05.2016 l PZ

Foto: Fotolia/patmucphotography