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Eierstockkrebs: Bevacizumab bei Platin-Resistenz

 

Der Antikörper Bevacizumab (Avastin® von Roche) kann ab sofort auch bei rezidiviertem, Platin-resistentem Eierstockkrebs zum Einsatz kommen. Laut Roche gibt es damit erstmals seit 15 Jahren wieder eine neue Therapieoption für Frauen mit dieser schwer behandelbaren Form des Ovarialkarzinoms. Bevacizumab soll dazu mit Paclitaxel, Topotecan oder pegyliertem, liposomalem Doxorubicin kombiniert werden. In der AURELIA-Studie konnte das Unternehmen zeigen, dass die zusätzliche Gabe des VEGF-Inhibitors zur üblichen Chemotherapie das progressionsfreie Überleben von 3,4 auf 6,7 Monate signifikant steigerte. Die EU-Kommission hat auf Empfehlung der Europäischen Arzneimittelagentur die Zulassung entsprechend erweitert, teilte Roche heute mit.

Bevacizumab ist bereits zugelassen zur Erstlinien-Therapie bei fortgeschrittenem epithelialem Ovarialkarzinom, Eileiterkarzinom und primärem Peritonealkarzinom in Kombination mit Carboplatin und Paclitaxel sowie in Kombination mit Carboplatin und Gemcitabin bei ersten Platin-sensitiven Rezidiven eines epithelialen Ovarialkarzinoms, die zuvor nicht mit VEGF-Inhibitoren oder auf den VEGF-Rezeptor zielenden Substanzen behandelt wurden.

Nach Angaben von Roche erkranken jährlich 44.000 Frauen in der EU an Eierstockkrebs. Diese Krebsart hat immer noch eine relativ hohe Mortalitätsrate. Etwa ein Viertel der Frauen, die nach der ersten Behandlung einen Rückfall erleiden, entwickeln eine Platin-Resistenz. Roche spricht von mehr als 10.000 Frauen jährlich in der EU. (db)

 

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Wirkstoffprofil Bevacizumab (Avastin® / 2005) in unserer Datenbank Neue Arzneistoffe

 

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06.08.2014 l PZ

Foto: Fotolia/Roche