Diäten: Wenn Abnehmen zum Risiko wird |
Morgen ist internationaler Anti-Diät-Tag. Ziel dieses Aktionstages ist es, auf Gesundheitsrisiken durch falsches Abnehmen hinzuweisen und für den Kampf gegen Essstörungen zu werben. Viele Menschen liefen einem Schönheitsideal hinterher, das sich mit einem gesunden Lebensstil nicht vereinbaren lasse, warnen Vereine. Besonders der Jo-Jo-Effekt, der sich bei vielen Diäten bemerkbar macht, könne zu gesundheitlichen Schäden führen. Dabei steigt das Gewicht nach einer Hungerkur schnell wieder an.
Diäten gehören angesichts des in Werbung und Medien weit verbreiteten Schlankheitsideals heutzutage für viele zum Alltag. Geht die Fastenkur allerdings weiter, obwohl das gewünschte Gewicht erreicht ist, nimmt das Streben nach dem vermeintlichen Idealgewicht krankhafte Züge an. Während Gesunde ihre normalen Essgewohnheiten wieder aufnehmen, hungern Magersüchtige weiter, auch wenn die Gesundheit Schaden nimmt: Magen- und Darmbeschwerden, Herz-Kreislauf-Störungen, Osteoporose oder organische Schäden können die Folge sein. Auch die Seele leidet unter dem Schlankheitswahn: Es drohen Schlafstörungen, Panikattacken und Depressionen.
Als Risikogruppe gelten Fachleuten zufolge vor allem Mädchen und Frauen zwischen 15 und 24 Jahre, junge Männer sind erheblich seltener betroffen. Essstörungen wie Magersucht oder Ess-Brech-Sucht gehören zu den häufigsten chronischen Gesundheitsproblemen im Kindes- und Jugendalter. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts wurden 2012 in deutschen Krankenhäusern rund 11.500 Fälle behandelt. Einer Studie des Instituts zufolge sind Kinder aus wirtschaftlich schwächeren Familien sowie Migranten in Deutschland besonders gefährdet.
Die britische Feministin Mary Evans Young initiierte den Tag nach einer überstandenen Magersucht. Seit 1992 wird der No-Diet-Day in vielen Ländern am 6. Mai begangen. (gm)
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05.05.2014 l PZ/dpa
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