Pharmazeutische Zeitung online Avoxa
whatsApp instagram facebook bluesky linkedin xign

Ramadan: Kranke sollten achtsam sein

 

Fastende Muslime sollten nicht unbedacht auf ihre Medikamenteneinnahme verzichten. Das rät die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände anlässlich des heute beginnenden Fastenmonats Ramadan. «Wer dauerhaft zu bestimmten Tageszeiten Medikamente einnehmen muss, sollte mit seinem Arzt oder Apotheker eine individuelle Lösung finden», sagte der Präsident der Bundesapothekerkammer Andreas Kiefer. Häufig ließe sich die Dosis eines Medikamentes so anpassen, dass das Mittel nachts eingenommen werden kann. Alternativ könne man auch auf einen anderen Wirkstoff ausweichen.

 

Insbesondere muslimische Diabetiker sollten sich der ABDA zufolge beraten lassen, mehrmals täglich ihre Blutzuckerwerte kontrollieren und Traubenzucker für den Notfall mit sich führen. Kranken Menschen ist es laut muslimischem Glauben erlaubt, das Fasten zu brechen. Allerdings möchten sie häufig nicht auf die Teilnahme am Ramadan verzichten. Die ABDA weist auch darauf hin, dass nicht alle Arzneiformen unter die Fastenregeln fallen: Nasentropfen und Zäpfchen seien verboten, Dosiersprays oder Pulverinhalatoren etwa gegen Asthma dagegen seien erlaubt, ebenso Salben und Augentropfen.

 

Während des Fastenmonats Ramadan nehmen Muslime jeweils zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang weder Nahrung noch Getränke zu sich. 2013 endet der Ramadan am 9. August. 

 

Lesen Sie dazu auch

Religion: Du sollst nicht …, PZ 38/2012

 

09.07.2013 l PZ/ABDA

Foto: Fotolia/hasrullnizam