Potenzmittel auch bei Prostatabeschwerden |

Das Potenzmittel Tadalafil (Cialis® von Eli Lilly) soll bald auch Männern mit benigner Prostatahyperplasie (BPH) zur Verfügung stehen. Der Ausschuss für Humanarzneimittel der europäischen Arzneimittelagentur EMA hat sich für eine entsprechende Zulassungserweiterung ausgesprochen. Bislang ist der Phosphodiesterase-5-Hemmer zur Behandlung der erektilen Dysfunktion zugelassen. Der Wirkmechanismus beruht auf der Relaxation der glatten Muskulatur im Corpus cavernosum des Penis. Durch eine lange Halbwertzeit hält die Wirkung von Tadalafil im Vergleich zu Sildenafil (Viagra® von Pfizer) und Vardenafil (Levitra® von Bayer) deutlich länger an.
Die Phosphodiesterase-5 spielt auch in der Prostata bei der Regulation des Muskeltonus eine Rolle. Dies ist der Grund für den Einsatz bei BPH. Unter welchen Umständen Männer mit BPH-Beschwerden mit und ohne Impotenz sich das Mittel verschreiben lassen können, wird nach der Freigabe der Indikationserweiterung durch die Europäische Kommission bekannt gegeben. Die Erweiterung bezieht sich nur auf die niedrigste Dosis in Höhe von 5 Milligramm. Zur Dauer der Anwendung macht die EMA noch keine Angaben. (db)
Lesen Sie dazu auch
Erektile Dysfunktion: Was Mann nicht wahrhaben möchte, PZ 38/2012
Phytopharmaka: Pflanzliche Hilfe für die Prostata, PZ 36/2011
25.09.2012 l PZ
Foto: Fotolia/JPC-PROD