Pharmazeutische Zeitung online Avoxa
whatsApp instagram facebook bluesky linkedin xign

Bio-Lebensmittel: Gesünder durch weniger Pestizide

 

Bio-Lebensmittel sind einer neuen zufolge Studie nicht nährstoffreicher oder keimärmer als konventionelles Essen. Jedoch sind sie weniger Pestizid-belastet. Zu diesem Ergebnis kommt eine umfangreiche Metaanalyse der Universität Stanford, die im Fachblatt «Annals of Internal Medicine» erschienen ist.

 

Für die Studie sichteten Wissenschaftler um Dena M. Bravata tausende Untersuchungen und wählten davon 223 aus, die entweder den Nährstoffgehalt oder die Belastung mit Bakterien, Pilzen oder Pestiziden verglichen. 17 Studien, darunter sechs randomisierte klinische Versuche, betrachteten außerdem Gruppen, die sich biologisch oder herkömmlich ernährten. Eine Langzeitstudie, die sich mit den gesundheitlichen Auswirkungen der Ernährungsweisen beschäftigt, war aber nicht darunter. Die Untersuchungszeiträume betrugen zwei Tage bis zwei Jahre.

 

Der Vitamingehalt unterschied sich den Forschern zufolge kaum, Fette und Proteine waren ähnlich verteilt. Krankheitserreger kamen in keiner der beiden Gruppen häufiger vor. «Wir waren ein bisschen erstaunt, dass wir nichts gefunden haben», meinte Co-Autorin Crystal Smith-Spangler laut einer Mitteilung der Universität Stanford.

 

Allerdings waren die Bio-Lebensmittel seltener mit Pestiziden kontaminiert, auch wenn sie nicht zu 100 Prozent frei davon waren. Zwei Studien etwa wiesen im Urin von Kindern, die sich biologisch ernährten, geringere Rückstände von Schädlingsbekämpfungsmitteln nach. Auch scheint es, als würden Bio-Hühner und -Schweine weniger Antibiotika-resistente Bakterien aufweisen, doch ist die klinische Bedeutung dieser Befunde laut den Forschern unklar.

 

Mehr zum Thema Ernährung

 

04.09.2012 l PZ/dpa

Foto: Fotolia/Alexander Raths