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Brustkrebs: Aus für Avastin in den USA

 

Bevacizumab (Avastin®) hat in den USA endgültig die Zulassung zur Brustkrebsbehandlung verloren. Die amerikanische Arzneimittelbehörde FDA widerrief vergangene Woche die im Jahr 2008 vorläufig erteilte Indikationserweiterung und zog damit einen Schlussstrich unter eine lang andauernde Diskussion. Bereits vor rund einem Jahr hatte ein onkologischer Fachausschuss der FDA empfohlen, dem Angiogenesehemmer die Zulassung in der Indikation Brustkrebs zu entziehen. Begründet wurde dies mit einem Mangel an Studien, die belegen, dass Bevacizumab bei Brustkrebs eine sichere und effektive Therapieoption ist. Hersteller Roche hatte dagegen Widerspruch eingelegt, blieb jedoch erfolglos.

 

In Europa wird die Studienlage gänzlich anders bewertet. So hatte die europäische Arzneimittelagentur (EMA) – zeitgleich zur Diskussion in den USA, ob Frauen mit Brustkrebs künftig noch Bevacizumab erhalten sollten – den Einsatz des Wirkstoffs in der Brustkrebstherapie erweitert. Neben der bereits bestehenden Zulassung in Kombination mit Paclitaxel (Taxol®) hatte Mitte vergangenen Jahres die EMA Bevacizumab auch in Kombination mit Capecitabin (Xeloda®) zugelassen, wenn mit Taxanen oder Anthrazyklinen kein adäquater Therapieerfolg zu erzielen ist. (kg)

 

Arzneistoffprofil Bevacizumab (Avastin® / 2005), Rubrik Neue Arzneistoffe

 

21.11.2011 l PZ

Foto: Roche