Blutgerinnung: Pradaxa in der Diskussion |

Ein Rote-Hand-Brief zu dem oralen Gerinnungshemmer Dabigatranetexilat (Pradaxa®) hat für Diskussionen gesorgt. Tödlich verlaufende Blutungskomplikationen in Japan hatten zu neuen Empfehlungen in den Fachinformationen geführt. Nun waren auch in Deutschland beziehungsweise Europa unter der Therapie Todesfälle aufgetreten.
In einer Stellungnahme verweist Boehringer Ingelheim darauf, dass, auch angesichts der kürzlich erschienenen Berichte, die klinische Wirksamkeit und das Sicherheitsprofil von Pradaxa vorteilhaft seien und unverändert blieben. Ernste Fälle von Blutungen könnten bei jeder Therapie mit Antikoagulanzien auftreten, auch bei Pradaxa. Die bisher von Ärzten gemeldete Zahl an Blutungen, darunter auch tödliche Blutungen, sei im Verhältnis geringer als jene, die in der RELY®-Studie erhoben worden war, die den Einsatz in der klinischen Praxis begründet. Patienten, die aktuell den Gerinnungshemmer einnehmen, sollten laut Boehringer das Medikament nicht eigenmächtig absetzen, sondern vorher mit ihrem behandelnden Arzt sprechen. (kg)
Lesen Sie dazu auch Dabigatranetexilat: Todesfälle auch in Deutschland, Meldung vom 03.11.2011
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04.11.2011 l PZ
Foto: Wigger (Symbolbild)