| Annette Rößler |
| 09.10.2024 09:30 Uhr |
Für die Abweichungen nach oben bei nicht korrekt positioniertem Arm gebe es wahrscheinlich eine physiologische Erklärung, schreiben die Autoren. Erstens befinde sich die Manschette nicht mehr auf Herzhöhe, sondern darunter, wenn der Arm im Schoß abgelegt und mehr noch, wenn er hängen gelassen werde. Dadurch steige der hydrostatische Druck in der Oberarmarterie. Zweitens falle auch der venöse Rückfluss bei einer tieferen Position des Arms geringer aus, wodurch es kompensatorisch zu einer Vasokonstriktion und einem Blutdruckanstieg komme. Schließlich könne eine fehlende Stütze des Armes auch dazu führen, dass die Muskeln angespannt werden, wodurch der Blutdruck ebenfalls vorübergehend ansteige.
Um zu vermeiden, dass der Blutdruck von Patienten überschätzt wird, sollte daher penibel auf die korrekte Armposition geachtet werden. Weitere häufige Fehlerquellen bei der Blutdruckmessung sind eine zu enge oder zu weite Manschette oder auch eine fehlende Ruhezeit unmittelbar vor der Messung.