Bundesweit kommt bei rund zwei Dritteln der Kontakte zwischen Krankenhäusern und DSO keine Organspende zustande. Häufiger Grund: Es liegt keine dokumentierte Entscheidung der potenziellen Spenderinnen und Spender vor.
»Die Mehrheit der Menschen in Deutschland steht der Organspende grundsätzlich positiv gegenüber, hat ihre persönliche Entscheidung jedoch nicht festgehalten«, erklärt Rahmel. »Fehlt ein erklärter Wille, müssen Angehörige häufig unter zeitlichem und emotionalem Druck stellvertretend entscheiden.«
Vor diesem Hintergrund begrüßt der DSO-Vorstand die erneute politische Diskussion über eine Widerspruchslösung. Sie sieht vor, dass grundsätzlich jeder Mensch als Organspender gilt, sofern er nicht aktiv widerspricht. Derzeit gilt in Deutschland die Zustimmungslösung.
Seit März 2024 können Bürgerinnen und Bürger ihre Entscheidung auch im digitalen Organspende-Register hinterlegen. »Inzwischen haben bereits 461.035 Menschen ihre Erklärung im Organspende-Register eingetragen«, heißt es in einer Meldung vom 12. Januar 2026 auf dem Portal organspende-info.de.