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Fastenzeit und Ramadan
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Worauf es beim Fasten mit Diabetes ankommt

Ob aus religiöser Tradition oder um etwas Gewicht zu verlieren: Menschen verzichten aus verschiedenen Gründen zeitweise auf Essen. Ist dabei ein Diabetes im Spiel, sollte man einige Dinge beachten.
AutorKontaktdpa
Datum 17.02.2026  15:00 Uhr

Intervallfasten

16 Stunden fasten, 8 Stunden essen. Oder: Fünf Tage pro Woche normal essen und dann zwei Tage Pause einlegen. Das sind zwei häufige Intervallfasten-Konzepte. Solche strukturierten Fasten-Formate können für Menschen mit einem Typ-2-Diabetes durchaus Vorteile bringen. Denn sie können den Langzeitblutzucker senken und bei der Gewichtsabnahme helfen, der VDBD verweist auf entsprechende Untersuchungen.

Dennoch gilt es, ein paar Dinge zu beachten:

  • Rücksprache mit Arzt oder Ärztin halten. Insulin bzw. blutzuckersenkende Medikamente müssen beim Intervallfasten laut VDBD oft um 20 bis 30 Prozent reduziert werden.
  • Der Blutzuckerspiegel sollte mindestens viermal am Tag kontrolliert werden.
  • Mahlzeiten sollten reich an Eiweiß und Ballaststoffen sein, kombiniert mit einem moderaten Kohlenhydratanteil. Beispiele: gegrilltes Hähnchen mit Brokkoli und Linsen oder ein Omelett mit Gemüse und etwas Vollkornbrot.

Auch beim Intervallfasten ist für alle Patienten mit einem Typ-1-Diabetes Vorsicht geboten. Laut VDBD sind ihnen höchstens milde Formen mit kurzen Essenspausen zu empfehlen, begleitet von Blutzuckermessungen alle zwei bis drei Stunden.

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