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Fastenzeit und Ramadan
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Worauf es beim Fasten mit Diabetes ankommt

Ob aus religiöser Tradition oder um etwas Gewicht zu verlieren: Menschen verzichten aus verschiedenen Gründen zeitweise auf Essen. Ist dabei ein Diabetes im Spiel, sollte man einige Dinge beachten.
AutorKontaktdpa
Datum 17.02.2026  15:00 Uhr
Worauf es beim Fasten mit Diabetes ankommt

In diesem Jahr beginnt Aschermittwoch nicht nur die christliche Fastenzeit sondern auch der Ramadan. Viele Menschen nutzen die Zeit auch abseits von Religion, um Verzicht zu üben. Sei es auf Alkohol oder Zucker, oder aber tatsächlich der Verzicht auf Nahrung während definierter Zeitfenster. So verzichten Muslime im Fastenmonat Ramadan zwischen Sonnenaufgang und -untergang komplett auf Essen und Trinken.

Egal, welches Fastenkonzept: Verzichten wir eine Weile auf Nahrung, sinkt der Blutzuckerspiegel. Menschen mit Diabetes müssen allerdings aufpassen, damit es nicht zu gefährlichen Stoffwechselentgleisungen kommt - etwa einer Unterzuckerung oder einer Ketoazidose, also einer Übersäuerung des Blutes.

Für Diabetiker gilt deshalb: »Fasten darf nie auf eigene Faust begonnen werden - weder aus religiöser Überzeugung noch aus gesundheitlichem Ehrgeiz«, so Theresia Schoppe, Vorstandsmitglied im Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland (VDBD). Immer eine gute Idee ist also, die Fastenpläne vorab mit der Ärztin oder dem Diabetesberater zu besprechen. Was genau es zu beachten gibt, hängt von der Art des Fastens, aber auch von Diabetestyp und Therapie ab. Zwei Beispiele im Detail:

Ramadan

Menschen mit Typ-2-Diabetes können laut VDBD im Ramadan fasten - vorausgesetzt, ihr Stoffwechsel ist stabil eingestellt. Ein Anhaltspunkt, dass das der Fall ist: Der Langzeitblutzucker HbA1c liegt unter acht Prozent. Konkret sollten sie Folgendes beachten:

  • Dosis und Zeitpunkt der Medikamenteneinnahme müssen im Ramadan oft angepasst werden. Sinnvoll ist, das vorab mit Arzt oder Ärztin zu klären.
  • Diabetikerinnen und Diabetiker sollten regelmäßig ihren Blutzuckerspiegel messen. Konkret: vor dem Fastenbrechen, danach, nachts und vor Suhoor, also der Mahlzeit vor Sonnenaufgang.
  • Das abendliche Fastenbrechen, Iftar, sollte gemüse- und salatlastig ausfallen - das entlastet den Stoffwechsel.

Für Suhoor sind Lebensmittel mit vielen Ballaststoffen eine gute Wahl, denn sie halten lange satt. Beispiele sind Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, gekochte Eier. Ebenfalls wichtig: viel trinken.

Bei Menschen mit Typ-1-Diabetes muss unterschieden werden, ob der Diabetes gut eingestellt ist oder Komplikationen vorliegen. Der VDBD rät Typ-1-Patienten mit instabilen Werten, einer Neigung zu Unterzuckerung und/oder Diabetes-Komplikationen wie Nierenschäden dazu, auf das Fasten im Ramadan lieber zu verzichten.

»Allen anderen möchten wir nicht pauschal abraten, doch es braucht in jedem Fall eine spezialisierte Betreuung, klare Abbruchregeln und die Bereitschaft, das Fasten bei Auffälligkeiten sofort zu beenden«, fasst Diabetes-Beraterin Schoppe zusammen. So sind unter anderem Schwindel, Übelkeit und Zittern Warnzeichen, bei denen man das Fasten sofort unterbrechen sollte.

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