| Lukas Brockfeld |
| 23.01.2026 16:00 Uhr |
Ina Lucas schloss sich dieser Position an. »Wir haben Fachkräftemangel und eine älter werdende Gesellschaft. Daher müssen wir Wege verkürzen und effizienter werden. Als Apotheker können wir eine Qualität in der Chronikerversorgung einbringen, die eine echte Verbesserung darstellt. Als akademisierter Berufsstand sind wir in der Lage, diese Chroniker innerhalb gewisser Grenzen zu versorgen, ohne dass der Arzt kontaktiert werden muss«, so die Vizepräsidentin der ABDA. Gleichzeitig müssten Chroniker weiter in der Lage sein, falls nötig sofort einen Arzt zu sehen.
Auch Technologie kann dabei helfen, das Gesundheitswesen zu entlasten. »Die Notaufnahmen in den Krankenhäusern sind völlig überfüllt, weil die Arztpraxen sagen, dass sie keine neuen Patienten aufnehmen können. Hier kann Technik sinnvoll eingesetzt werden und dem Patienten beispielweise bei der Frage unterstützen, ob er sofort einen Arzt sehen muss, oder ob es bis Montag warten kann«, erklärte Schreiner. Auch die Apotheken könnten in vielen Fällen als Anlaufstelle dienen.
Jan Reuter erklärte, wie er sich die Zukunft seiner Apotheke vorstellt. »Wir wollen weg von der Ware und hin zur Dienstleistung. Wir wollen nicht wie die typische Apotheke 80 Prozent Rx haben, sondern 80 Prozent Dienstleistungen. Ich möchte unabhängiger von den Krankenkassen sein und näher am Patienten. Das geht mit dem Dienstleistungsgedanken und dann kann ich wahrhaftige Pharmazie machen.«