Pharmazeutische Zeitung online Avoxa
whatsApp instagram facebook bluesky linkedin xign

BMG-Digitalexperte Renner
-
»Wir brauchen mehr Beispiele wie das E-Rezept«

Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) ist dabei, seine Hausaufgaben in Sachen Digitalisierung zu machen, um die Kernanwendungen schnell in die Versorgung zu bringen. Was auf der Prioritätenliste des Ministeriums steht, verriet am gestrigen Mittwoch der BMG-Digitalexperte Thomas Renner bei der BMC-Fachtagung in Berlin.  
AutorKontaktJennifer Evans
Datum 20.10.2022  11:00 Uhr

Tempo beim E-Rezept machen

Der neue Gesundheitsdatenschatz werde die Versorgung verbessern, betonte Renner. Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg. Als Zwischenlösung rät Hirsch dem BMG daher, zunächst Algorithmen entwickeln zu lassen, mit deren Hilfe sich bereits aus wenigen Daten gute Ergebnisse für die Versorgung ableiten ließen. Zudem helfe es den Heiberuflern sicher schon, wenn die EPA-Dokumente zwar noch nicht vollständig durchsuchbar, aber zumindest in einem ersten Schritt mit Etiketten versehen und somit kategorisiert wären.

Ein weiterer Fokus des BMG liegt Renner zufolge darauf, sowohl Patienten als auch Vertretern von Gesundheitsberufen den Mehrwert einer EPA noch einmal näherzubringen. »Die Ärzte haben den Nutzen noch nicht erkannt«, stellte er klar.

Vor diesem Hintergrund hält der Digitalexperte es für sinnvoll, insbesondere beim E-Rezept Tempo zu machen. Denn an der elektronischen Verordnung lässt sich seiner Ansicht nach deutlich der Mehrwert ablesen, wenn es etwa um die Arzneimitteltherapiesicherheit oder Medikationsanalyse geht. Sein Abschluss-Statement lautete daher: »Wir brauchen mehr Beispiele wie das E-Rezept«, um Akzeptanz für die digitalen Kernanwendungen zu schaffen.

Mehr von Avoxa