Brandhorst betont, es gebe Jugendliche, die ihre eigene Nutzung reflektierten und bewusst beschränkten. Aber: »Es erfordert sehr viel Reflexionsfähigkeit und Selbstkontrolle, und das bringen ganz viele Jugendliche halt nicht mit.« Sie sieht jedoch auch positive Effekte: Jugendliche könnten Identitäten erproben, Gleichgesinnte finden und sich über möglicherweise schambesetzte Themen austauschen.
Lindberg betont zudem: Der allergrößte Teil der Jugendlichen zeige kein problematisches Verhalten. »In der Debatte kann der Eindruck entstehen, als beträfe das die Mehrheit – tatsächlich zeigt der Großteil kein klinisch relevantes Problemverhalten; betroffen ist eher eine Minderheit, in einer Größenordnung wie bei anderen problematischen Verhaltensweisen.«