Fußpilz befällt meist die Zehenzwischenräume. Doch mit einfachen Mitteln kann man eine Infektion vermeiden. / © Adobe Stock/Stuwdamdorp
Der Tag in der Therme war schön, doch nun juckt und brennt es zwischen den Zehen? Fußpilz ist zwar lästig, lässt sich aber gut vermeiden, sagt der Dermatologe Dr. Afschin Fatemi von der S-Thetic Clinic Düsseldorf.
Schwimmbäder gelten als Hotspots für Fußpilz, weil dort gleich mehrere Bedingungen zusammenkommen, die die Infektion begünstigen: Es ist warm und feucht, und täglich besuchen viele Menschen die Anlage – darunter auch solche, die bereits Fußpilz haben. Sie verlieren Hautschuppen mit Pilzsporen, die auf Böden, Matten, Bänken oder in den Duschbereichen landen. Die Feuchtigkeit hilft den Sporen beim Überleben, sodass sie in feuchten Räumen tage- bis wochenlang überleben können. Wer barfuß und mit aufgeweichter Haut auf diese Sporen tritt, infiziert sich leicht, denn die Pilze dringen problemlos in die Hornschicht der Haut ein. Der Bodenkontakt ist dabei der Hauptübertragungsweg.
Doch Fußpilz lässt sich vermeiden. Am einfachsten geht das, indem man Badeschlappen trägt – in der Umkleide, der Dusche und am Beckenrand. Im Wasser selbst ist eine Infektion unwahrscheinlich. Wer die Schlappen außerhalb des Wassers konsequent nutzt, muss in der Regel keinen Fußpilz befürchten. Nach dem Schwimmen und Duschen sollten die Füße gründlich mit einem frischen Handtuch abgetrocknet werden. Wer ohnehin zu Fußpilz neigt, für den hat Fatemi noch einen Tipp parat: die Zehenzwischenräume zusätzlich kurz mit kalter Luft föhnen.
Auch im Alltag hilft die richtige Wahl des Schuhwerks: luftdurchlässige, trockene Schuhe sowie Socken aus Baumwolle oder Merinowolle tragen zur Vorbeugung bei. Aggressive Desinfektionsmittel oder Teebaumöl sind hingegen keine gute Idee, da sie die Hautbarriere eher schädigen.
Eine Fußpilz erkennt man an einer Rötung oder weißlichen Verfärbung der Haut, sie wirkt aufgequollen oder verdickt und kann rissig sein. Meist sind die Zehenzwischenräume und die Fußsohle betroffen, begleitet von starkem Juckreiz und einem unangenehmen Spannungsgefühl. Der Fußrand ist seltener betroffen.
Die Behandlung ist meist unkompliziert, so Fatemi. Mit rezeptfreien Antipilzmitteln (Antimykotika) aus der Apotheke lässt sich eine Fußpilz-Infektion gut behandeln. Zur Anwendung kommen Salben, Sprays oder Lösungen mit Wirkstoffen wie Clotrimazol, Bifonazol, Terbinafin oder Ciclopirox. Je nach Präparat erfolgt die Anwendung ein- bis mehrmals täglich über zwei bis vier Wochen. Die Auswahl eines individuell geeigneten Arzneimittels sowie dessen richtige Anwendung erklärt das pharmazeutische Personal im Beratungsgespräch. Konsequente aufgetragen, wird der Fußpilz effektiv behandelt.
Wichtig ist, die Füße vor der Anwendung gründlich zu waschen und vollständig zu trocknen, besonders zwischen den Zehen. Das Arzneimittel wird dünn auf die betroffenen Stellen und leicht über den sichtbaren Rand hinaus aufgetragen. Nach dem Abklingen der Symptome sollte die Behandlung noch etwas fortgeführt werden, um eine erneute Ausbreitung zu verhindern.