Die Technik erwies sich in der Studie nicht als unfehlbar. Van Steijn erklärte in einem Gespräch mit der dpa, dass es Fehlalarme gab. Von den 72 Patienten, bei denen die Uhr anschlug, hatten nur etwa die Hälfte tatsächlich Vorhofflimmern. Studienleiter Winter sagte, vor dem Hintergrund eines zunehmend überlasteten Gesundheitssystems ermöglichten solche tragbaren Geräte, große Bevölkerungsgruppen medizinisch zu überwachen, ohne dass diese ständig ins Krankenhaus müssten.
»Wir erwarten, dass wir definitiv weniger Schlaganfälle aufgrund von Vorhofflimmern sehen werden, wenn wir auf diese Weise in großem Stil untersuchen, da wir Patienten in einem sehr frühen Stadium ihrer Krankheit behandeln können«, sagte Winter. Die Studie belegt Ergebnisse aus früheren Untersuchungen, bei denen der Nutzen solcher Geräte gezeigt werden konnte. Dabei könnten viele Uhren inzwischen Vorhofflimmern gut erkennen. Das erklärte der Kardiologe Privatdozent Dr. Philipp Breitbart vor Kurzem im Gespräch mit der PZ.