Wer sich vegan ernährt und daher auf Lebensmittel mit einem hohen Jodgehalt verzichtet, sollte laut BDN besonders darauf achten, ausreichend Jod zu sich zu nehmen. Auch Schwangere, Stillende und Kinder über 13 Jahren seien gut beraten, zusätzlich zu einer ausgewogenen Ernährung 150 µg Jod pro Tag einzunehmen. Zumal die natürlichen Jodgehalte heimischer Lebensmittel in der Regel nicht ausreichen, um den Bedarf zu decken.
Um einen Mangel vorzubeugen, sollte man laut BDN täglich konsequent jodiertes Speisesalz verwenden. Alternativ könne man laut BDN Kaliumjodid-Tabletten einnehmen oder Jodtropfen in vegane Produkte zusetzen – in Absprache mit seinem Arzt.
Die Zeitschrift »Öko-Test« hat kürzlich jodierte Speisesalze untersucht. Diese lagen preislich weit auseinander – mit 0,29 Euro und 19,45 Euro pro 500 Gramm. Von den getesteten 20 Produkten bekamen nur fünf die Bewertung »sehr gut«, weil sie keine unerwünschten Stoffe enthielten. Darunter waren zwei besonders günstige Salze: Alnatura Meersalz mit Jod feinkörnig für 0,99 Euro pro 500 Gramm und Saphir Meersalz jodiert für 0,75 Euro pro 500 Gramm.
Ein Salz bekam die Note »befriedigend« – da waren die Arsen-Werte erhöht. Dieses giftige Halbmetall steht im Verdacht in anorganischer Form schon in geringen Mengen Tumore auszulösen, schreibt Öko-Test. Die restlichen 14 Produkte schnitten mit der Note »gut« ab. Sie wurden abgewertet, weil sie Natriumferrocyanid enthielten. Diese Rieselhilfe sorgt dafür das Salz nicht verklumpt. Sie ist an der Kennzeichnung E 535 erkennbar. In Tierversuchen habe sie laut Öko-Test in größeren Mengen zu Nierenschäden geführt.
Wer sich an empfohlenen Referenzwerten orientieren will, findet bei der Deutschen Gesellschaft für Ernährung diese Angaben:
Als Orientierung schreibt die DGE: Der Jodgehalt in Deutschland liegt bei 15 bis 25 mg Jod pro Kilogramm Salz. Ein gehäufter Teelöffel Jodsalz enthält demnach nur etwa 100 µg Jod.
Aktuelle Daten zeigen, dass Deutschland wieder klar als Jodmangelgebiet gilt: Rund 32 Prozent der Erwachsenen und 44 Prozent der Kinder und Jugendlichen erreichen nicht die empfohlene tägliche Jodzufuhr, wie repräsentative Untersuchungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) belegen.