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Vogelgrippe
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Wie gut sind wir auf H5N1 vorbereitet?

Das Vogelgrippevirus H5N1 breitet sich zunehmend in Säugetieren aus und rückt damit näher an den Menschen. Für eine potenzielle Pandemie stehen antivirale Medikamente und Impfstoffe zur Verfügung. Einige Vorbereitungen laufen bereits.
AutorKontaktChristina Hohmann-Jeddi
Datum 17.06.2024  16:20 Uhr

Arbeit an mRNA-Impfstoffen zum Schutz vor H5N1

Dort laufen einem Bericht der Presseagentur Reuters von Ende Mai zufolge auch Gespräche mit dem Unternehmen Moderna, um klinische Studien einer späten Phase mit dem Impfstoffkandidaten mRNA-1018 zu unterstützen. Dieser soll gegen mehrere Virusstämme schützen, darunter auch die derzeit zirkulierende H5N1-Variante. Das Unternehmen erwartet demnach bald Daten aus bereits abgeschlossenen Studien.

Laut Professor Dr. Anke Huckriede von der Universität Groningen in den Niederlanden seien in den vergangenen Jahren auch mRNA-Impfstoffe für saisonale Influenzaviren entwickelt und klinisch getestet worden. Die Tests seien aber noch nicht abgeschlossen. »Die Technologie kann relativ leicht auf H5N1-Viren angewendet werden«, so Huckriede.

Auch das Tübinger Unternehmen Curevac arbeitet in Kooperation mit Glaxo-Smith-Kline an einem mRNA-Impfstoff gegen H5-Influenzaviren. Eine Phase-I/II-Studie wurde gestartet, teilte das Unternehmen Ende April mit. Huckriede: »mRNA-Impfstoffe für andere Vogelgrippeviren waren bislang leider nicht sehr effektiv in Menschen. Darum sollte nicht nur auf diese Art Impfstoff gesetzt werden.«

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