| Johanna Hauser |
| 28.01.2026 10:35 Uhr |
Bei Menschen, die eine Psoriasis-Arthritis entwickeln, greift dieser Mechanismus jedoch nicht. Die CD200-Fibroblasten kommen ihrer Aufgabe nicht nach, mit der Folge, dass die eingewanderten Vorläufer-Immunzellen in einen proinflammatorischen Phänotyp übergehen und sich eine Arthritis entwickelt.
»Bei Menschen, die eine Psoriasis-Arthritis entwickeln, ist die Schutzfunktion der Bindegewebszellen deutlich reduziert«, sagt Seniorautor Professor Dr. Andreas Ramming in einer Mitteilung des Instituts. »Die Folge ist, dass die eingewanderten Entzündungszellen nicht kontrolliert werden und dadurch eine Entzündungsreaktion im Gelenk auslösen.«
Die migrierenden Zellen könnten zukünftig als Frühwarnsystem dienen, da sie im Blut nachweisbar sind. So könnten Patienten identifiziert werden, die für die Entwicklung einer Psoriasis-Arthritis gefährdet sind. Bisher gibt es zwar keine zielgerichtete Therapie, dennoch könnten so Strategien entwickelt werden, die die Wanderung der Entzündungszellen unterbinden.