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Doc-Morris-Chef kontert Preis
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»Wer Verbote fordert, hat keine Lösungen«

In einem Beitrag auf LinkedIn kritisiert Walter Hess, der CEO von Doc Morris, die Äußerungen des ABDA-Präsidenten Thomas Preis zum Rx-Versandhandel.
AutorKontaktPZ
Datum 11.08.2025  16:00 Uhr
Hess gegen Biotopschutz für Vor-Ort-Apotheken

Hess gegen Biotopschutz für Vor-Ort-Apotheken

Statt reflexhaft auf Online-Apotheken zu zeigen und »Biotopschutz für Vor-Ort-Apotheken« zu fordern, solle sich der Berufsstand den echten Problemen stellen und Perspektiven für die nachrückende Apothekergeneration schaffen, so Hess.

Als Lösungen für eine flächendeckende Arzneimittelversorgung nennt der Doc-Morris-Chef die Einführung von Telepharmazie und Telemedizin. »Gerade bei knappen Kassen, weniger Personal und zunehmender Morbidität in einer alternden Bevölkerung.« Digitale und stationäre Versorgung müssten zusammenspielen, und dürften nicht gegeneinander ausgespielt werden. »Über die bevorzugte Versorgungsform bestimmt der Patient – nicht die Interessenvertretung«, so der Doc-Morris-CEO.

Anlass des LinkedIn-Beitrags war das Interview, das ABDA-Präsident Preis Anfang des Monats bei der »Welt« gegeben hat. Darin sagte Preis, dass der Versandhandel den Versorgungsauftrag der Apotheken systematisch störe, und forderte ein Verbot des Versandhandels mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln. Im Podcast PZ Nachgefragt forderte Preis zudem einen »Führerscheinentzug« für Versender, die sich nicht an die Vorschriften halten.

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