| Alexander Müller |
| 15.12.2025 16:20 Uhr |
Die ABDA ruft am 17.12. zum Aktionstag »Blackout« auf. / © Grafik: ABDA
Mit einem »Versorgungsblackout« wollen die Apotheken am Mittwoch auf die angespannte Lage hinweisen. Die Apotheken sollen die Lichter auslassen. »Ohne die überfällige und im Koalitionsvertrag versprochene Erhöhung des Apothekenhonorars sieht es für die flächendeckende Arzneimittelversorgung im Land finster aus«, heißt es zur Begründung der Kampagne.
Am 17. Dezember und an den Folgetagen sollen die Teams das »Blackout«-Motiv gut sichtbar am Eingang der Apotheke aufhängen und die Offizin oder das Schaufenster mit rot-weißem Flatterband in Kampagnen-Optik schmücken. Alle Materialien gibt es als Download auf der Kampagnenseite. Hier ist auch ein Erklärvideo zu finden, das die Apotheken in ihren Kanälen nutzen können.
Am Aktionstag selbst ruft die ABDA dazu auf, für einen frei wählbaren Zeitraum die Lichter auszuschalten. »Nutzen Sie diesen Anlass, um mit Ihren Patientinnen und Patienten im Gespräch zu kommen«, so die Einladung der Standesvertretung. Fotos oder Videos sollen über Social Media verbreitet oder an die Pressestellen der Kammern und Verbände geschickt werden.
Kritik an der Aktion kam aus Apotheken, denen der Protest gegen die Reformpläne nicht weit genug geht. Doch der »Blackout« sei nur als Auftakt einer Kampagne gedacht, versichert die Öffentlichkeitsarbeit der Standesvertretung. Auf den Kabinettsbeschluss folgt die parlamentarische Beratung des Gesetzes – und das ist aus Sicht der ABDA der beste Zeitpunkt, den öffentlichen Druck zu erhöhen.
Wer sich bei den Protesten einbringt, kann das auf apo-protest.de mit den Kolleginnen und Kollegen teilen. Der Thüringer Apothekerverband hat die Seite entwickeln lassen, jetzt aber auch allen anderen Organisationen zur Verfügung gestellt.