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Gewalt im Gesundheitswesen
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»Wer anderen hilft, darf nicht zur Zielscheibe werden«

Dass Pöbeleien und Gewalt im Gesundheitswesen zunehmen, ist kein neuer Trend. Ihm entschlossen entgegenzuwirken, hat sich jetzt Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) auf die Fahne geschrieben. Auch SPD-Gesundheitssprecher Christos Pantazis sieht dringenden Handlungsbedarf.
AutorKontaktCornelia Dölger
Datum 14.07.2025  16:20 Uhr

Pantazis: Klares Signal durch härtere Strafen

SPD-Gesundheitssprecher Christos Pantazis kann Warkens Vorstoß viel abgewinnen. »Härtere Strafen senden ein klares Signal: Als Gesellschaft stehen wir an der Seite derjenigen, die tagtäglich für die Versorgung anderer einstehen«, ließ er wissen. »Wer anderen hilft, darf nicht zur Zielscheibe werden – weder verbal noch körperlich.« Der Handlungsbedarf sei unstrittig. »Die Gleichstellung von medizinischem Personal mit Feuerwehr, Sanitätern und anderen Einsatzkräften im Strafrecht ist längst überfällig«, so Pantazis.

Die schwarz-rote Koalition hat das Thema durchaus auf der Agenda. Im Koalitionsvertrag findet sich die Ankündigung: »Wir verschärfen den strafrechtlichen Schutz von Einsatz- und Rettungskräften, Polizisten sowie Angehörigen der Gesundheitsberufe und prüfen einen erweiterten Schutz für Kommunalpolitiker sowie für das Allgemeinwohl Tätige.« Der Passus wurde aus dem Ergebnispapier der Arbeitsgruppe 1 – Innen, Recht, Migration und Integration übernommen. Bereits in diesem Dokument war er schwarz, was bedeutet, dass Union und SPD sich während der Koalitionsverhandlungen zu dem Thema schnell einig waren.

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