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Raumfahrt-Pharmazie
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Welche Medikamente brauchen Menschen im All?

Egal ob Schnupfen, Durchfall oder Folgen von Schwerelosigkeit zu behandeln sind: »Die Pharmazie war und ist ein wesentlicher Beitrag zur Raumfahrt«, berichtete die Apothekerin Dr. Christiane Staiger am Wochenende beim Sächsischen Fortbildungskongress.
AutorKontaktBrigitte M. Gensthaler
Datum 16.04.2024  11:00 Uhr

Strahlenbelastung bei Langzeitflügen

Langzeitflüge wie etwa eine dreijährige Mission zum Mars rücken manche Probleme ins Rampenlicht, etwa die Folgen langfristiger Schwerelosigkeit und die hohe Strahlung, die beim Verlassen des schützenden Magnetfelds der Erde auf den Körper einwirkt. Extrem hoch sei die Belastung, wenn Sonneneruptionen zusätzliche Strahlung aussenden, berichtete die Apothekerin. Die Strahlenbelastung und Schutzmöglichkeiten würden zum Beispiel anhand von zwei Puppen mit vielen Kontrollinstrumenten im All getestet. Zudem werde an medikamentösen Strategien gegen Strahlungseinflüsse geforscht, unter anderem am Einsatz von Kolonie-stimulierenden Faktoren.

Als neue »abgespacte« Idee stellte Staiger die Produktion von »Medicines on demand« vor. Bei diesem Konzept sollen nur die notwendigsten Medikamente mitgenommen und Biologika aus modifizierten Zellen in Mini-Bioreaktoren im Raumschiff direkt hergestellt werden. Bis zur Umsetzung sei aber noch viel Forschung nötig.

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