In Hamburg hat ein Mann in einer Apotheke mit einem Schlagstock Inventar zerstört – er hatte sich offenbar über die bevorstehenden Apothekenproteste und -schließungen geärgert. / © Imago/mix1
Viele Apothekenteams werden sich an diesem Montag an den Apothekenprotesten in Berlin, München, Hannover und Düsseldorf beteiligen, geplant sind zudem bundesweite Apothekenschließungen. In der Hubertus-Apotheke im Hamburger Stadtteil Groß Borstel haben die bevorstehenden Proteste einen Apothekenkunden offenbar derart in Rage versetzt, dass der Mann mit einem Schlagstock Teile des Apothekeninventars zerschlug. Darüber berichtet das »Hamburger Abendblatt«.
Zerstört wurde demnach technisches Equipment an einem Kundenschalter. Dort war der Mann laut Zeugenaussagen zuvor über die Proteste und Schließungen am Montag in Kenntnis gesetzt worden – was ihn offenkundig wütend machte. Bei seinem Ausraster soll der Mann auch einen Mitarbeiter der Apotheke bedroht haben.
Nach dem Vorfall, der sich am Freitag Nachmittag auf der Borsteler Chaussee abspielte, soll der Mann zunächst aus der Apotheke geflüchtet sein. Die Polizei war laut dem Bericht mit einem Großaufgebot im Einsatz und suchte unter anderem mit einem Hubschrauber nach dem Verdächtigen, zudem waren Streifenwagen in dem Viertel unterwegs.
Der Mann soll für das Apothekenteam kein Unbekannter gewesen sein, weshalb schnell geklärt werden konnte, um wen es sich handelte. Laut »Abendblatt« soll sich der Verdächtige noch am Abend gestellt haben. Seine Personalien seien aufgenommen, Ermittlungen eingeleitet worden.
Die Schäden in der Apotheke seien »gravierend«, schreibt das Blatt. Die Apotheke bleibt demnach vorerst geschlossen. Im Schaufenster hängt neben Protest-Flyern mit dem Slogan »Apotheke gibt’s nicht zum Nulltarif« ein Hinweis für Kundinnen und Kunden: »Wegen Vandalismus aktuell geschlossen«.