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Handlungsempfehlungen
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»Wechseljahre und Diskriminierung«

Hitzewallungen, chronische Müdigkeit – Millionen Frauen sind in den Wechseljahren und kämpfen mit den typischen Symptomen. Die Antidiskriminierungsbeauftragte fordert mehr Unterstützung und Handlungsempfehlungen.
AutorKontaktdpa
Datum 20.01.2026  15:30 Uhr

Frauen in den Wechseljahren brauchen nach Ansicht der Antidiskriminierungsbeauftragten des Bundes, Ferda Ataman, mehr Verständnis und Unterstützung im Job. Viele reduzierten ihre Arbeit oder verließen die Arbeitswelt früher, das schade auch der Wirtschaft, so Ataman in einer Mitteilung.

Sachverständige aus der Gynäkologie, der Wirtschaftswissenschaft und dem Arbeitsrecht sollen nun unter der Überschrift »Wechseljahre und Diskriminierung« Vorschläge erarbeiten. Diese sollen der Mitteilung zufolge in Handlungsempfehlungen einfließen, die Ataman im Herbst für Deutschland vorlegen will. Methodisch orientiere sich das Projekt an den 2022 von der britischen Regierung veröffentlichten Empfehlungen »Menopause in the Workplace«.

»Frauen in den Wechseljahren brauchen Unterstützung statt Ignoranz.« Arbeitgeber, Politik, Medizin und Forschung seien hier gefordert. In der Öffentlichkeit sei das Thema nach wie vor ein Tabu und schambehaftet, hieß es weiter. Studien zeigten, dass Wechseljahre und die damit einhergehenden Beschwerden Karrieren von Frauen negativ beeinflussten. Mehr als neun Millionen Frauen in Deutschland befinden sich den Angaben zufolge in den Wechseljahren.

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