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Schwangerschaft
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Was geht sportlich – und was nicht?

Sport mit Babybauch ist nicht nur möglich, sondern auch gesund. Manche Sportarten sollten Schwangere jedoch pausieren – und Untrainierte sollten sanft einsteigen. Ein Überblick für werdende Mütter.
Datum 16.02.2026  07:00 Uhr

Schwangerschaft und Sport sind keine Gegensätze. Im Gegenteil: Regelmäßig in Bewegung zu kommen, tut der werdenden Mutter und ihrem Kind sogar gut. Sportlich aktive Frauen, die schwanger werden, bekommen also nicht per se die Rote Karte gezeigt. Dennoch: Mit manchen Sportarten ist erst einmal Schluss. Und wie so oft im Leben sind das richtige Maß und ein sorgfältiges Hineinhorchen in den Körper gefragt.

Zum einen tut Bewegung der Mutter gut, sagt Dr. Klaus Doubek, Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe. »Bewegung verbessert die Ausdauer, stärkt Muskulatur und Kreislauf und kann typische Beschwerden wie Rückenschmerzen oder Wassereinlagerungen lindern.« Bewegung senkt außerdem das Risiko für Schwangerschaftsdiabetes oder Bluthochdruckerkrankungen. Und sie schafft gute Voraussetzungen dafür, dass sich der Babybauch nach der Geburt gut rückbilden kann.

Nicht zu vergessen, dass es auch eine psychologische Seite gibt: »Sporttreibende Schwangere haben weniger Stimmungsschwankungen«, sagt Psychologin Marion Sulprizio von der Deutschen Sporthochschule Köln. Nicht zuletzt deshalb, weil sie mit den körperlichen Veränderungen wie weniger Beweglichkeit besser klarkommen. Sport zu treiben steigere darüber hinaus die Selbstwirksamkeit der Frau, also das Vertrauen, durch eigenes Handeln etwas bewirken zu können.

Welche Effekte hat Sport auf das Ungeborene?

Auch das Baby im Bauch profitiert vom Sport der Mama. »Studien zeigen, dass Bewegung bei der Schwangeren unter anderem zu einer verbesserten Durchblutung der Plazenta und zu messbaren Verbesserungen der Herz- und Kreislauffunktion des ungeborenen Kindes führen kann«, sagt Klaus Doubek, der Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte ist.

Laut Marion Sulprizio verringert sich durch Bewegung in der Schwangerschaft sowohl das Risiko, ein sehr schweres Baby zur Welt zu bringen, als auch das Risiko, dass das Kind später übergewichtig wird.

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