Pharmazeutische Zeitung online Avoxa
whatsApp instagram facebook bluesky linkedin xign

Baden-Württemberg
-
Warken trifft Apotheker

Organisiert von Apotheker Jan Reuter haben Bundesgesundheitsministerin Nina Warken und Politiker aus Baden-Württemberg am Samstag mit Vertretern der Apothekerschaft diskutiert.
AutorAlexander Müller
Datum 02.03.2026  10:00 Uhr

Reuter ist Vorsitzender der Region Odenwald-Taubertal des Landesapothekerverbands Baden-Württemberg (LAV), seine Central Apotheke in Walldürn liegt in Warkens Heimat, die Ministerin lebt mit ihrer Familie im Main-Tauber-Kreis. Reuter und Warken kennen sich persönlich, auch in seiner Apotheke war sie schon öfter zu Besuch.

Die Ministerin hatte dem Vernehmen nach selbst um den Austausch mit Apothekerinnen und Apothekern aus der Region gebeten. Schon kurz nach Dienstantritt hatte Warken im Juli 2025 ein »Praktikum« in einer Apotheke in Igersheim absolviert.

Diesmal traf man sich beim Pflegedienst Hand in Hand in Buchen, der seine Räumlichkeiten für den Austausch zur Verfügung gestellt hatte. Die Landes- und Kommunalpolitik war durch Peter Hauk (CDU), Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz in Baden-Württemberg, vertreten sowie durch den Bürgermeister von Buchen, Roland Burger (CDU). Für die Apothekerschaft waren Kammerpräsident Martin Braun sowie weitere Kollegen aus der Region bei dem Gespräch dabei, im Ganzen 17 Personen.

Da der Termin nicht öffentlich war, wird über die Gesprächsinhalte nichts Konkretes verraten. Nur so viel: Warken bekräftigte erneut, dass die versprochene Honorarerhöhung per Verordnung noch im Frühjahr kommen soll. Das hatte die Ministerin auch bei der ersten Lesung ihres Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetzes (ApoVWG) im Bundestag zu Protokoll gegeben.

Von MediCheck bis Hüffenhardt

Die Teams aus den Apotheken konnten die Vielfalt der Versorgung und die Herausforderungen des Apothekenbetriebs darstellen. Es ging um den praktischen Erfolg von Medikationsanalysen, Point-of-Care-Tests, Prävention in der Apotheke und der Zusammenarbeit mit Arztpraxen. Auch das gescheiterte Modell eines Abgabeautomaten in Hüffenhardt sowie die geplanten Auflagen für den Versandhandel kamen kurz zur Sprache.

Reuter moderierte die Runde und zeigte sich im Anschluss beeindruckt über den offenen Austausch: »Niemand hat ein Blatt vor den Mund genommen. Und gleichzeitig blieb der Ton konstruktiv«, kommentiert der Apotheker.

Mehr als eine Stunde und damit länger als gedacht nahm sich die Ministerin Zeit, um sich die Geschichten aus den Apotheken anzuhören, die Sorgen im Alltag, aber auch die konkreten Vorschläge zur Verbesserung und Ideen für die Versorgung.

Mehr von Avoxa