Bei der Mädchensprechstunde geht um einen niedrigschwelligen Erstkontakt zur frauenärztlichen Beratung und Begleitung. / © Getty Images/SDI Productions
Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach will die Frauengesundheit weiter stärken und die Forschung zur geschlechtersensiblen Medizin ausbauen. Das unterstrich die Ministerin zum Welt-Frauen-Tag. Im Rahmen des bayerischen Masterplans Prävention setzt sich das Gesundheitsministerium unter anderem für eine Vorsorgeuntersuchung für Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren – die sogenannte Mädchensprechstunde M1 – sowie für eine neue Vorsorgeuntersuchung in den Wechseljahren ein (W1). Dabei soll ein strukturiertes ärztliches Gespräch über gesundheitliche Risiken und Beschwerden in dieser Lebensphase stattfinden, dass Gynäkologen oder auch Hausärzte anders als bislang auch abrechnen können.
Ein entsprechendes Pilotprojekt zu W1 wird laut dpa derzeit unter Leitung der Frauenklinik der Technischen Universität München erprobt. Außerdem informiert das Ministerium mit Kampagnen über Wechseljahresbeschwerden und baut sein Informationsangebot zur Frauengesundheit weiter aus.
Bereits im August 2024 berichtete die Kassenärztliche Bundesvereinigung von einem Selektivvertrag mit Betriebskrankenkassen für die Mädchensprechstunde M1. Es geht um einen niedrigschwelligen Erstkontakt zur frauenärztlichen Beratung und Begleitung. Dazu gehöre unter anderem, den Impfstatus zu überprüfen und über sexuell übertragbare Krankheiten aufzuklären. Auch eine erste körperliche Untersuchung ist möglich.