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Seelische Gesundheit
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Vorsicht vor Pseudopsychologie in sozialen Medien

Psychologen und solche, die es gerne wären, tummeln sich in den sozialen Medien wie Instagram oder Tiktok. Sie erzählen, welche Verhaltensweisen man auf welche psychischen Krankheiten zurückführen könnte. Das bietet Chancen und Gefahren.
AutorKontaktdpa
Datum 10.10.2023  07:00 Uhr

Psychische Krankheiten sind kein Randphänomen

In Deutschland seien jedes Jahr etwa ein Viertel der erwachsenen Menschen von einer psychischen Erkrankung betroffen, schreibt die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde. Von diesen 17,8 Millionen Menschen nähmen demnach aber nur rund ein Fünftel (18,9 Prozent) Kontakt zu entsprechenden Experten auf. Den Zahlen von diesem Jahr zufolge gehören Angststörungen, affektive Störungen wie etwa Depressionen sowie Störungen durch Alkohol- und Medikamentenkonsum zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Menschen mit psychischem Leiden haben statistisch gesehen eine um zehn Jahre geringere Lebenserwartung.

Während der «Woche der Seelischen Gesundheit» vom 10. bis 20. Oktober macht ein Aktionsbündnis auf die Bedeutung des Themas aufmerksam. Die Themenwoche sei ein Aufruf, psychische Belastungen bei sich selbst und bei den Menschen im eigenen Umfeld ernstzunehmen, sagte Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD), Schirmherr der Aktionswoche, in einem Grußwort. Rund 500 Präsenz- und Onlineveranstaltungen im Rahmen der Themenwoche machen auf bestehende Hilfsangebote aufmerksam. Das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit will mit der Woche unter dem Motto «Zusammen der Angst das Gewicht nehmen» vor allem auf Ängste in Krisenzeiten eingehen. 

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