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Neue Gematik-Zahlen 
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Viele EPA-Zugriffe in den Modellregionen

Auch wenn die elektronische Patientenakte (EPA) bisher nur in den Modellregionen wirklich genutzt wird, haben Gesundheitseinrichtungen allein in der vergangenen Woche auf 144.263 Akten zugegriffen. Das zeigen neue Zahlen der Gematik. 
AutorKontaktLukas Brockfeld
Datum 05.03.2025  08:00 Uhr

Die Krankenkassen haben mehr als 70 Millionen elektronische Patientenakten für ihre Versicherten angelegt. Wirklich genutzt wird sie bisher aber nur von etwa 50 Apotheken und 230 Arztpraxen in den Modellregionen Hamburg, Franken und Nordrhein-Westfalen. Alle Akten werden aber bereits mit einigen Daten, zum Beispiel mit denen der E-Rezepte, gefüllt. Die Patientinnen und Patienten haben theoretisch bereits die Möglichkeit, auf ihre EPA zuzugreifen – auch außerhalb der Modellregionen. Allerdings wird diese Möglichkeit bisher kaum wahrgenommen. 

Jetzt hat die Gematik ihr TI-Dashboard erweitert und bietet damit ein detaillierteres Bild von der bisherigen Nutzung der EPA. So wurden allein in der neunten Kalenderwoche (23. bis 28. Februar) 144.263 elektronische Patientenakten durch medizinische Einrichtungen geöffnet. Mehrfach geöffnete Akten fließen dabei auch mehrfach in die Statistik ein. Es ist ein deutlicher Anstieg bei der EPA-Nutzung zu beobachten. So gab es in der dritten Kalenderwoche, zum Beginn der EPA-Pilotphase, nur 426 Zugriffe. 

Eine ähnliche Entwicklung ist bei den Zugriffen auf die elektronischen Medikationslisten zu beobachten. So wurden in der neunten Kalenderwoche insgesamt 45.471 Medikationslisten von medizinischen Einrichtungen geöffnet. Auch hier gab es einen deutlichen Anstieg. In der ersten Woche der Pilotphase wurden nur 58 Zugriffe auf die Medikationslisten verzeichnet. 

Das TI-Dashboard zeigt außerdem an, wie viele E-Rezept-Daten pro Tag in die EPA übertragen werden. Die meisten Übertragungen gab es demnach am 10. Februar. Damals wurden 2.898.352 E-Rezepte in der EPA gespeichert. Seitdem ist allerdings kein Anstieg mehr zu verzeichnen. Zu beachten ist, dass aktuell alle E-Rezept-Daten automatisch in alle elektronischen Patientenakten übertragen werden. Das gilt für die Gesamtheit der 70 Millionen gesetzlich Versicherten, die eine EPA erhalten haben. Also auch für die Patientinnen und Patienten, die nicht in einer Modellregion leben. 

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