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Erste Verhandlungsrunde bringt kein Ergebnis

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) verhandeln derzeit über die Finanzierung der ambulanten Versorgung im Jahr 2025. Die erste Verhandlungsrunde endete ohne Ergebnis – zu weit liegen die Positionen auseinander.
AutorPZ
Datum 15.08.2024  13:00 Uhr

Wie die KBV mitteilte, fordern die Kassenärzte eine Anhebung des Orientierungswertes um knapp sechs Prozent. Die Krankenkassen haben demmach eine Anhebung um 1,6 Prozent angeboten.

Entsprechend »enttäuscht« über das Angebot des GKV-Spitzenverbandes zeigten sich laut der Mitteilung die KBV-Vorstände Andreas Gassen, Stephan Hofmeister und Sibylle Steiner. Die Sitzung wurde auf nächste Woche vertagt. Vorausgegangen seien bereits zahlreiche vorbereitende Treffen auf der Arbeitsebene von KBV und GKV-Spitzenverband.

»Wie ein roter Faden« ziehe sich durch, dass die Kassenseite die ärztliche Leistung nicht bei der Anhebung des Orientierungswertes berücksichtigen wolle, kritisierte die KBV. Die Krankenkassen hätten auf hohe finanzielle Belastungen, etwa durch die Krankenhausreform und andere gesetzgeberische Maßnahmen verwiesen, aber das könne und dürfe nicht das Problem der Praxen sein. Mögliche Annäherungen sehen die Vorstände laut der Mitteilung allerdings bei den sogenannten technischen Leistungen, worunter unter anderem die Personalkosten der Medizinischen Fachangestellten fielen.

Bei den jährlichen Finanzierungsverhandlungen von KBV und GKV-Spitzenverband geht es darum, wie viel Geld die Krankenkassen im nächsten Jahr für die ambulante Versorgung bereitstellen. Im Mittelpunkt steht die Anpassung des Orientierungswertes (OW) an die gestiegenen Kosten und Investitionen der Praxen. Denn von der Höhe des Orientierungswertes hängt maßgeblich ab, wie die ärztlichen und psychotherapeutischen Untersuchungen und Behandlungen für gesetzlich krankenversicherte Patientinnen und Patienten vergütet werden.

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