| Lukas Brockfeld |
| 18.02.2026 16:20 Uhr |
Angesichts dieser Zahlen wünschen sich die Verbraucherschützer ein Update der ePA, um ihre Akzeptanz und Relevanz zu erhöhen. »Die ePA muss alltagsnahe Mehrwerte für Versicherte schaffen. Wir erwarten vom Gesundheitsministerium einen klaren und verbindlichen Zeitplan für weitere Funktionalitäten wie einen digitalen Impfpass, das Zahnbonusheft und den Mutterpass. Das alles sollte mit automatisierter Erinnerung laufen, zum Beispiel an anstehende Impftermine«, forderte vzbv-Vorständin Ramona Pop bei einer Pressekonferenz am Mittwoch.
Auch die Steuerungsmöglichkeiten in der Akte sollten verbessert werden. »Versicherte müssen genau einstellen können, welche Praxis Zugriff auf welche Informationen erhält. So möchten Patientinnen und Patienten möglicherweise psychotherapeutische Befunde mit der Hausarztpraxis teilen, jedoch nicht unbedingt mit der Zahnarztpraxis«, so Pop.
Außerdem brauche es ein breiteres Informationsangebot. »Die Krankenkassen und das Gesundheitsministerium müssen die Versicherten verständlich und umfassend zur ePA informieren. Das kam bislang zu kurz«, sagte Pop und verwies auf ein weiteres Ergebnis der Befragung: Nur 54 Prozent der Versicherten gaben an, dass sie mit einem Schreiben oder über öffentliche Informationen von ihrer Krankenkasse über die ePA informiert wurden.