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Steigende Zusatzbeiträge 
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VdK will Systemwechsel 

Viele gesetzlich Krankenversicherte müssen sich auf deutlich steigende Zusatzbeiträge im kommenden Jahr einstellen. Der Sozialverband VdK fordert die künftige Bundesregierung zum Handeln auf und schlägt eine einheitliche Bürgerversicherung als Alternative vor.  
AutorKontaktPZ
Datum 23.12.2024  15:30 Uhr

Viele gesetzlich Krankenversicherte müssen ab dem kommenden Jahr mit erheblich höheren Zusatzbeiträgen rechnen. So wird die Techniker Krankenkasse ihren Zusatzbeitrag ab 2025 von 1,2 Prozent auf 2,45 Prozent verdoppeln. Auch andere Krankenkassen wie die AOK Nordost wollen ihre Zusatzbeiträge kräftig erhöhen.  

Dazu erklärte Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK: »Das sind die höchsten Steigerungen der Zusatzbeträge seit der Einführung der freien Krankenkassenwahl Mitte der 90er Jahre. Diese Steigerungen werden Millionen von Menschen treffen und belasten, sie kommen zusammen mit den erwarteten Steigerungen der Pflegebeiträge.«

Selbst Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) spricht laut Bentele von einem ineffizienten System. »Wir alle wissen, dass es zahlreiche Reformansätze für dieses System gibt. Eine neue Bundesregierung kann im kommenden Jahr zeigen, dass sie reformwillig ist und mit einer Reform der Finanzierung der gesetzlichen Krankenkassen anfangen«, so die Präsidentin des VdK.

»Wir schlagen vor, dass eine einheitliche solidarische Krankenversicherung geschaffen wird, in die auch bisher Privatversicherte einzahlen«, erklärte Bentele. Eine solche Bürgerversicherung kann laut dem Sozialverband dazu beitragen, erhebliche Beitragssteigerungen zu vermeiden. Unter Umständen könnten die Zusatzbeiträge sogar ganz entfallen, heißt es. 

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