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AMNOG-Report 2024
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Ungebremste Ausgabendynamik bei Arzneimitteln 

Das GKV-Finanzstabilisierungsgesetz war offenbar nicht dazu geeignet, die Ausgaben für patentgeschützte Arzneimittel in Deutschland wirksam zu begrenzen. Laut dem AMNOG-Report 2024 der DAK-Gesundheit wuchsen die Ausgaben seit Einführung des Gesetzes um 37 Prozent. 
AutorKontaktLukas Brockfeld
Datum 19.07.2024  15:44 Uhr

»Enormer Handlungsdruck« 

»Die ungebremste Ausgabendynamik auf dem Arzneimittelmarkt ist eine enorme Herausforderung für die Finanzstabilität der GKV. Durch die inkonsequenten politischen Maßnahmen gibt es jetzt einen enormen Handlungsdruck«, sagte Andreas Storm, Vorsitzender des Vorstands der DAK-Gesundheit. Das deutsche Gesundheitswesen bräuchte dringend eine einnahmenorientierte Ausgabenpolitik. 

Storm betonte, dass  es für die Versicherten und die Wirtschaft auf Dauer nicht verkraftbar sei, wenn die Leistungsausgaben schneller als die Einnahmen steigen. »Dies muss auch Konsequenzen für den Arzneimittelbereich haben. In Zeiten von Rekordausgaben und gleichzeitiger Rekordsteigerung der Umsätze ist es völlig unangemessen, weitere Maßnahmen auf Kosten der Beitragszahlerinnen und Beitragszahler zu beschließen«, so der Vorstandsvorsitzende der DAK-Gesundheit. 

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