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IQVIA Marktbericht 
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Umsatz im Pharmamarkt wächst

In den ersten drei Monaten des Jahres 2024 ist der Umsatz mit Arzneimitteln in Deutschland gestiegen. Das geht aus dem aktuellen IQVIA Marktbericht  hervor. Viele Apotheken sind dennoch defizitär. 
AutorKontaktLukas Brockfeld
Datum 04.06.2024  14:30 Uhr

Im ersten Quartal 2024 wuchs der Umsatz mit Arzneimitteln im gesamten Pharmamarkt (Apotheke und Klinik) um 6,3 Prozent verglichen mit den ersten drei Monaten des Vorjahres. Der Absatz ging mit 0,2 Prozent im selben Zeitraum minimal zurück. Insgesamt wurden gut 25,4 Milliarden Zähleinheiten (zum Beispiel Kapseln, Hübe, Portionsbeutel) im Wert von 15,5 Milliarden Euro an die Patientinnen und Patienten abgegeben. Das Umsatzwachstum fand vor allem in den Monaten Januar und Februar statt. 

Die GKV-Arzneimittelausgaben beliefen sich in den ersten drei Monaten des Jahres 2024 auf 13,8 Milliarden Euro. Dieser Wert liegt um 9,3 Prozent über dem des Vorjahres. Der Absatz nach Packungen stieg in diesem Segment schwach um 1 Prozent.

Im Vergleich zum ersten Quartal 2023 wuchs der Umsatz im Apothekenmarkt um fast 10 Prozent. Anzumerken ist neben der hohen Inflationsrate auch der gesunkene Hersteller-Abschlag für patentgeschützte Präparate und patentfreie Arzneimittel ohne Generika-Konkurrenz. Im Jahr 2023 lag der Abschlag bei 12 Prozent ab dem ersten Januar 2024 dann wieder bei 7 Prozent. 

435 Millionen Packungen in drei Monaten 

Die Offizinen gaben in den ersten drei Monaten des Jahres 435,1 Millionen Packungen im Wert von 12,7 Milliarden Euro an die Patientinnen und Patienten ab. Auch hier waren die Monate Januar und Februar am umsatzstärksten. 

Die Apotheken gaben im ersten Quartal 201,2 Millionen Packungen mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln im Gesamtwert von rund 11,1 Milliarden Euro ab.  Außerdem wurden 234 Millionen Packungen mit rezeptfreien Arzneimitteln im Wert von 1,6 Milliarden Euro abgegeben. 

Trotz des Umsatzwachstums arbeiten viele Offizinen defizitär. Nach einer Auswertung der Treuhand Hannover hatten 10 Prozent der Apotheken im vergangenen Jahr ein negatives Betriebsergebnis, weitere 14 Prozent erwirtschafteten gerade einmal einen Wert von bis zu 50.000 Euro. Die Gesamtzahl der Apotheken in Deutschland geht seit Jahren stark zurück, allein im Jahr 2023 schlossen mehr als 500 Offizinen für immer

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