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Schwindel, Übelkeit, Kopfschmerz
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Typische Schlaganfall-Symptome bei Frauen

Bei einem Schlaganfall zählt jede Minute, schließlich wird das Gehirn nicht mehr mit genug Sauerstoff versorgt. Dafür muss man diesen Notfall aber erst erkennen. Bei Frauen ist das oft schwieriger, warnt die Deutsche Hirnstiftung und erklärt, worauf man achten sollten.
AutorKontaktdpa
Datum 09.05.2025  16:00 Uhr

Nicht immer zeigt sich ein Schlaganfall eindeutig mit Lähmungen, herabhängendem Mundwinkel und Sprachstörungen: Bei Frauen können sich Symptome dazugesellen, die die »typischen« Anzeichen überlagern, wie die Hirnstiftung anlässlich des Welt-Schlaganfall-Tags am 10. Mai erklärt. Dabei handelt es sich etwa um Übelkeit, Bewusstlosigkeit, Schwindel und Verwirrtheit, also um diffuse Beschwerden, die schnell mit anderen Erkrankungen in Verbindung gebracht werden.

Zum Beispiel mit Migräne: Wer von starken Kopfschmerzen und Übelkeit geplagt ist, denkt womöglich direkt an diese Erkrankung und nicht an einen Schlaganfall. Oder Sprechstörungen werden auf die Vorboten-Phase der Migräne, die Aura, zurückgeführt.

Professor Dr. Götz Thomalla aus dem Fachbeirat der Hirnstiftung rät daher: »Migränepatientinnen sollten sehr achtsam sein und bei einem akuten Anfall immer auch den FAST-Test durchführen, um mögliche Schlaganfall-Symptome früh zu erkennen, auch wenn sie gering ausgeprägt sind.« Das ist auch deshalb wichtig, weil Migränepatientinnen mit Aura ein erhöhtes Risiko für Schlaganfälle haben.

Der FAST-Test hilft bei der Einschätzung, ob eine gefährliche Durchblutungsstörung im Gehirn vorliegen könnte und erinnert daran, was dann zu tun ist:

Auch eine aktuelle Studie aus Essen zeigt, dass sich Schlaganfall-Symptome zwischen den Geschlechtern unterscheiden. Insbesondere zwei Anzeichen treten demnach bei Frauen signifikant öfter auf als bei Männern:

  1. Neglect: Das ist eine Aufmerksamkeitsstörung, bei der Betroffene Sinnesinformationen auf einer Körperseite nicht mehr wahrnehmen, obwohl die Augen und anderen Sinne funktionieren.
  2. Blickabweichung: Dabei weicht der Blick von der normalen Sehachse ab.

Liegen diese Anzeichen vor, sollten Frauen wie Männer unbedingt abklären lassen, ob ein Schlaganfall vorliegt, rät Thomalla.

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